Anerkennung, Lob, Wertschätzung in der Arbeit

ANERKENNUNG, WERTSCHÄTZUNG, LOB: 5 TIPPS FÜR BESSERE STIMMUNG IN DER ARBEIT

25. Februar 2021

Fast alle Menschen, die zusammen arbeiten, wünschen sich das Gleiche: mehr Wertschätzung in der Arbeit. Kritik wird oft lang und breit unter Berücksichtigung aller Feedbackregeln besprochen, doch für Lob und Anerkennung bleibt im stressigen Alltag oft kaum Zeit. Muss das so sein? Wir verraten Ihnen, wo der feine Unterschied zwischen Lob, Anerkennung und Wertschätzung liegt und wie erfolgreiche Unternehmen ihren MitarbeiterInnen Anerkennung zeigen.

Lob ≠ Anerkennung ≠ Wertschätzung

Einfaches Loben wird oft mit Anerkennung verwechselt, kann einer anerkennenden Grundhaltung jedoch nicht das Wasser reichen. Was ist der Unterschied?

→ Lob wird ausgesprochen, um eine Handlung anzuerkennen, z.B. „Super, Frau Mayer, dass Sie den Kunden an Land gezogen haben.“ Ein Lob kann jedoch auch „von oben herab“ wirken und beinhaltet eine Beurteilung.

Anerkennung ist schon etwas weiter gedacht. Anerkennung wird für Bemühung vermittelt, z.B. „Bei diesem Kundengespräch hast du dich echt ins Zeug gelegt, ich erkenne deine Leistung an.“

Wertschätzung hingegen bezieht sich nicht auf eine konkrete Leistung, sondern auf den Menschen als Gesamtpaket. Wertschätzung steht für eine positive und wohlwollende Haltung gegenüber anderen, aber auch zu sich selbst.

Anerkennung beeinflusst Arbeitszufriedenheit

Nicht in jedem Job können alle Faktoren für Arbeitsmotivation erfüllt werden, denn nicht überall gibt es jederzeit interessante Arbeitsinhalte, Chancen auf Aufstieg oder Erfolgserlebnisse. Doch egal, wo man arbeitet, Anerkennung ist und bleibt immer einer der wichtigsten Motivatoren. Ob man sich als MitarbeiterIn und als Mensch wertgeschätzt fühlt und für Leistungen Anerkennung erhält, trägt maßgeblich zur Arbeitszufriedenheit und somit auch zur Produktivität bei. Denn Wertschätzung ist ein zentrales Bedürfnis aller Menschen.

Veraltete Weltanschauung: “Nicht geschimpft ist gelobt genug”

Was früher gang und gäbe war, gilt heute als Mangel an Führungs- und Kommunikationskompetenz. Trotzdem wird Kritik noch immer häufig sehr detailreich kommuniziert wird, während das bei Anerkennung und Lob oft vergessen wird. Die folgenden fünf Tipps helfen dir dabei, dass sich deine MitarbeiterInnen anerkannt und wertgeschätzt fühlen und so weiterhin gute Leistungen erbringen können und wollen.

5 Tipps, um Ihren MitarbeiterInnen oder KollegInnen Lob & Anerkennung zu zeigen

  • Vermittle deinen MitarbeiterInnen zeitnah Anerkennung. So identifizieren sie sich noch mit der aktuellen Aufgabe und können die Anerkennung mehr wertschätzen.
  • Lege Wert auf Details, anstatt pauschal Lob auszusprechen.
  • Lobe individuell. Manche MitarbeiterInnen werden gern für außergewöhnliche Leistungen gelobt, bei anderen kannst du die Konstanz an gut gemachter Leistung loben und anerkennen.
  • Verknüpfe die Anerkennung mit einem Symbol oder einer Geste. In Zeiten nach Corona kannst du deinen MitarbeiterInnen zum Beispiel die Hände schütteln, während du ein paar dankende Worte aussprichst. Oder du verschickst ein paar Zeilen mit lobenden und anerkennen Worten per Brief oder E-Mail.
  • Lobe regelmäßig. Einmal im Jahr beim MitarbeiterInnengespräch ist zu wenig.