HR-TRENDS 2021: DIESE ENTWICKLUNGEN SOLLTEST DU AM SCHIRM HABEN (TEIL 1)

14. Dezember 2020

Um die Trends 2021 im HR-Bereich vorauszusagen, braucht es eine Mischung aus den aktuellsten Entwicklungen, Megatrends und ein bisschen Wunschdenken. So manches lehrt uns das krisengebeutelte Jahr, das hinter uns liegt: Unternehmen brauchen Resilienz und es braucht Ideen, wie man KundInnen trotz herausfordernder Rahmenbedingungen das Beste bieten kann. Technologien und datenbasierte Ansätze ergänzen menschliche Qualitäten. Und agiles Denken ist immer gefragter – Design Thinking ist ein Weg dorthin.

#1 Ethisches Führen

Die Gesellschaft erwartet von Unternehmen mittlerweile weit mehr, als bloß Produkte und Dienstleistungen zur Verfügung zu stellen. KundInnen, MitarbeiterInnen und potentielle BewerberInnen wünschen sich immer öfter, dass Firmen zu den notwendigen Veränderungen in der Gesellschaft beitragen. Diese Rolle impliziert für eine Organisation auch, verantwortungsvoll gestaltete und gute Arbeitsplätze zu bieten. Wer eine schlechte Arbeitsatmosphäre hat, wird die oben erwähnte Rolle nicht erfüllen können. Damit nimmt das Personalmanagement eine Vorreiterposition im CSR-Management mit ein aktives Aufzeigen und Ändern erwünscht. Beispiele dafür sind Eingreifen bei Vetternwirtschaft, Diskriminierung oder auch bei fragwürdigen Recruiting-Entscheidungen basierend auf künstlicher Intelligenz. 

#2 Anti-fragile Persönlichkeiten

Es gibt einen Persönlichkeitstypus, der immer gefragter wird: Anti-fragile Persönlichkeiten. Diese trotzen einer instabilen, unverlässlichen Umwelt mit Handlungsstrategien, die sie an einem Schock oder einer Krise sogar wachsen lassen. 

Anti-fragile Persönlichkeiten (oder Organisationen)

  • gehen stärker aus einer Krise hervor und zeigen daher mehr als Resilienz, 
  • sind fähig, Agilität zu lernen,
  • sind oftmals daraus erwachsen, dass sie bereits widrige und schwierige Situationen geschafft haben.

#3 HR-Business-Partner 2.0

Die Kommunikationsschnittstelle namens HR-Business-Partner war im letzten Jahrzehnt mit ganz speziellen Herausforderungen konfrontiert. Zu wenig ins Management eingebunden, sind oft kleine Teams rundum entstanden, mit denen wenige wirklich glücklich waren. Die neue Generation von HR-Business-Partnern wird durch den Einsatz von state-of-the-art HR-Technologien ihren Rollenanforderungen gerecht. So schafft sie strategisch relevante Insights und Mehrwert für das Unternehmen.

#4 Hybrider Arbeitsplatz

Das COVID-19-Jahr hat gezeigt, wie viel im Home-Office möglich ist und wo seine Vor- und Nachteile liegen. Dies hat einer großen Anzahl an Betrieben und vielen Führungskräften die Augen geöffnet, welche Lösungen für ihre MitarbeiterInnen besser funktionieren. Es kann somit für jede/n individuell das richtige Angebot geschaffen werden, wo und wann er/sie arbeiten will. Dies nennt man das hybride Office abhängig von

  • der Art der Arbeit,
  • dem Persönlichkeitstyp, 
  • der Situation zuhause (Familie, Platz, Ruhe).

#5 Risiko von weniger Verbundenheit

Nicht nur Enttäuschungen über das Management im Krisenjahr 2020 lassen viele ArbeitnehmerInnen offen für neue Joboptionen werden. Die Entwicklung hin zum hybriden Arbeitsplatz kann zum einen die Grenzen zwischen Arbeiten und Freizeit verschwimmen lassen, zum anderen aber auch die Verbundenheit mit dem Arbeitgeber mindern. Videocalls erzeugen nicht bei allen dasselbe Zugehörigkeitsgefühl, wie es im Bürogeschehen entsteht. Damit verbunden ist auch die Internationalität des Arbeitsmarktes RecruiterInnen können Talente rund um den Globus suchen, da die Arbeit von zuhause aus erledigt werden kann. 

Wer seine MitarbeiterInnen halten will, sollte das Employee Engagement im Blick haben! Stichwort Teamgefühl, Vertrauen, aber auch Stellung im Unternehmen.

#6 Benachbarte Fähigkeiten

Weg vom jobbasierten Einsatz hin zum Einsatz der Fähigkeiten sogenanntes Skill Mapping wird immer beliebter. Die MitarbeiterInnen werden nicht nur in ihren jetzigen Fähigkeiten erkannt, sondern zu diesen werden auch benachbarte Skills gefunden. Dies zeigt, wohin man das Team in Zukunft entwickeln kann und wer welchen Fähigkeiten schon nahe ist. Wen kann man wohin entwickeln? Welche Fähigkeiten sind rar am Arbeitsmarkt, aber bereits intern in der Nähe?

Hier konnte sogar eine 3D-Simulation der Fähigkeiten von MitarbeiterInnen entwickelt werden:

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Bei Veränderungen wie Krisen oder der Umstellung auf Home-Office ist es besonders wertvoll, regelmäßig Feedback vom Team zu bekommen. Was funktioniert gut und wo kann man die Arbeitssituation noch weiter verbessern? TeamEcho hilft dabei, Mitarbeiterfeedback digital und in Echtzeit zu ermöglichen. Lies hier, wie TeamEcho auch in unsicheren Zeiten Sicherheit für dein Team schafft.

Zu Teil 2 unserer HR-Trends 2021 geht’s hier.