Mobiler Arbeitsplatz mit Laptops

HYBRIDER ARBEITSPLATZ: GEKOMMEN, UM ZU BLEIBEN

20. November 2020

Und so sieht er aus, der Arbeitsplatz der Zukunft: eine hybride Mischung aus Remote-Office, Home-Office und ursprünglichem Bürosetting. Was für die einen herausfordernd ist, leben andere schon seit Jahren. Firmen mit MitarbeiterInnen rund um den Globus, die nur online miteinander arbeiten. Für Softwarehersteller wie Github ist diese Arbeitsweise nicht nur im Bereich des Möglichen, sondern von Anfang an ein Erfolgsfaktor gewesen. 

“Working remotely for years, we’ve seen how virtual interactions drive innovation.” – Erica Brescia, Chief Operating Officer Github

Dem Hype um die Zukunft des Büroalltags steht jedoch der Gedanke an jene ArbeitnehmerInnen gegenüber, die nicht online arbeiten können. Das MIT (Massachusetts Institute of Technology) prognostiziert hybride Arbeitsplätze für 40 % der Arbeitenden, eben jene mit Computerarbeitsplätzen. Und die anderen 60 %? Statt in alternde Systeme und Infrastrukturen gilt es hier in Bildung und Training zu investieren. 

Was den hybriden Arbeitsplatz ausmacht

Unternehmen, die fit für das hybride Arbeitsleben sind, haben diese vier Eigenschaften:

Flexibler ArbeitsortTeam und Führungskraft sind virtuell bereitTechnologie für mehrere ArbeitsweisenUnternehmenskultur mit Vertrauen und Zugehörigkeit
Die MitarbeiterInnen können frei entscheiden, ob sie von zu Hause, im Firmenbüro oder einem Satellitenbüro (z.B. Coworking Space) arbeiten wollen. Je nach Aufgaben und Absprache mit den Teams obliegt die Entscheidung dem Individuum.Führungskräfte wissen, wie sie ihr Team
– virtuell führen,
– unterstützen,
– motivieren und
– leistungsbezogen evaluieren können und wie sie
– Zusammenarbeit ermöglichen können.
Datenspeicherung mit verschiedenen Zugängen und Sicherheiten in einer Cloud. Tools und Geräte erlauben eine nahtlose Zusammenarbeit.Zwischenmenschliche Verbindungen werden mit Intention und Sorgfalt geformt.

In Unternehmen, die im Prinzip ohne physische Anwesenheit auskommen, sehen Vorreiter wie Softwarefirmen einen Wandel hin zu drei Aspekten:

  • MitarbeiterInnen und Stakeholder sind physisch verteilt 
  • Sie sind asynchron aktiv, arbeiten also z.B. nicht zur gleichen Zeit
  • Sie agieren und arbeiten online

Kommunikation hybrid: Wie reden wir nun miteinander?

Um sicherzustellen, dass trotz Home-Office die Kommunikation funktioniert, sollte man vier Aspekte beachten:

1 ) Auf asynchrone Kommunikation einstellen

Der soziale Rahmen des zufälligen Treffens im Büro fällt weg – und ist auch nicht vollständig digital zu ersetzen. Statt Tratsch in der Kaffeeküche gibt es bewusste Treffen online, was die Qualität der Beziehungen zueinander auch positiv beeinflussen kann. Sich bewusster Zeit für die anderen zu nehmen, schafft Vertrauen. Manche Firmen veranstalten z.B. virtuelle Feierabendrunden oder gemeinsame „Coffee & Cake“-Pausen.

2) Das geschriebene Wort zählt 

Es wird immer wichtiger, alles aufzuschreiben und Notizen, Dokumente und Aufzeichnungen von Meetings automatisch auf einer Plattform für alle zur Verfügung zu stellen. Damit Informationen nicht verloren gehen, gilt es mehr denn je, Inhalte digital festzuhalten. Um allen im Team den Zugang zu Information zu erleichtern, sollte außerdem eine zentrale Ablage verwendet und allen der entsprechende Zugang ermöglicht werden. 

3) Der Ton macht die Musik

Der eigene Tonfall gegenüber dem Team wird immer wichtiger – sowohl in Online-Meetings wie auch in der schriftlichen Kommunikation auf allen Kanälen. Warum? In der digitalen Kommunikation fallen Gestik und Mimik oft weg und Inhalte klingen schnell härter als gemeint. Die Worte bleiben häufig auf der Sachebene und mit der Zeit kommt die Wertschätzung des Gegenübers zu kurz. Hier bietet sich der Einsatz von Emoticons an, mit denen man auch ein kleines Anliegen an eine Kollegin oder einen Kollegen emotional färben kann. Bitte und Danke sind ohnehin die alten Zauberworte, die immer gut ankommen. Unterstützung anbieten und bewusst netter sein, als man es vielleicht bisher war: So pegelt man ein angenehmes Online-Arbeitsklima ein. 

4) Verschiedene Formate nutzen

Die Kommunikationstools im Unternehmen zu kennen und sich vielleicht nach einer kurzen Testphase abzusprechen, was man wofür verwenden möchte: Das schafft Klarheit. Es dürfen mehrere Kanäle nebeneinander genutzt werden, solange man das Gefühl hat, dass die Botschaft jeweils richtig ankommt. Ob ein Videocall oder der firmeninterne Chat gerade das passende Medium ist, entscheidet anfangs jeder für sich. Mit der Zeit spielen sich die Kommunikationskanäle im Team ein.

Bei Veränderungen wie Krisen oder der Umstellung auf Home-Office ist es besonders wertvoll, regelmäßig Feedback vom Team zu bekommen. Was funktioniert gut und wo kann man die Arbeitssituation noch weiter verbessern? TeamEcho hilft dabei, Mitarbeiterfeedback digital und in Echtzeit zu ermöglichen. Lesen Sie hier, wie TeamEcho auch in unsicheren Zeiten Sicherheit für Ihr Team schafft.

Quellen

https://www.bbc.com/worklife/article/20201023-coronavirus-how-will-the-pandemic-change-the-way-we-work?fbclid=IwAR37_1YzVjtQkarD9qGzU-njz7XNYzyqoDi46sR_98ujTXoudWWn0BZI848

https://www.humanresourcesmanager.de/news/mitarbeiterkommunikation-am-hybriden-arbeitsplatz.html