Erfolgreiche Führungskraft

Erfolgreiches Leadership: 10 Dinge, die gute Führungskräfte anders machen (Teil 1)

03. November 2020

Gutes Leadership basiert auf Wertschätzung. Aber was macht eine gute Führungskraft noch aus? Eine einfache Frage, die sich oft stellt und die sich auch Personen, die bereits in Führungspositionen sind, immer wieder bewusst machen sollten. Wir haben uns umgehört und die 10 wichtigsten Kriterien für erfolgreiches Leadership in unserer zweiteiligen Serie zusammengefasst.

#1 Einen wertschätzenden Umgang schaffen

Wertschätzung ist wohl die Basis für gute Zusammenarbeit und wird oft unterschätzt oder vielmehr als so selbstverständlich erachtet, dass sie übersehen wird. Insbesondere für Führungskräfte gilt es, ein wertschätzendes Miteinander zu leben. Denn das Verhalten der Vorgesetzten hat Einfluss auf das gesamte Unternehmen: Gute Führungskräfte sorgen im ersten Schritt für die Zufriedenheit ihrer MitarbeiterInnen und tragen damit in weiterer Folge zum Erfolg des ganzen Unternehmens bei. Denn glückliche MitarbeiterInnen bleiben länger und sind zudem produktiver.

#2 Immer an Fairplay denken

Eine gute Führungskraft lässt keinen Zweifel darüber entstehen, dass ihr Wort gilt. Das bedeutet: ehrliches Handeln, vorhersehbare Reaktionen und kontrollierte Emotionen. Zudem ist es wichtig, fair zu sein: Das heißt, alle MitarbeiterInnen durchwegs mit gleichem Maß zu messen. Ansonsten werden Unzufriedenheit und schlechte Stimmung im Team riskiert, die das Zusammenarbeiten erschweren. Sind solche Probleme erst mal in der Welt, kann es – mit zunehmender Dauer – schwierig werden, sie wieder zu beseitigen. Im Zweifelsfall gilt es, alle Seiten anzuhören und erst danach ein Urteil zu fällen. In einer einmal getroffenen Entscheidung gilt es konsequent zu bleiben, ansonsten droht ein Glaubwürdigkeitsverlust und die Stimmung im Team verschlechtert sich nur noch weiter.

#3 Mit Konstruktivität vorgehen

In einem Team kann es immer zu Spannungen kommen, es treffen schließlich unterschiedlichste Charaktere und Arbeitsweisen aufeinander. Konstruktives und konsequentes Verhalten und Feedback sowie lösungsorientierte Ansätze seitens der Führungskraft sorgen für Verständnis innerhalb des Teams und helfen, Spannungen zu lösen. Es geht nicht darum, sich zu beklagen, wenn etwas nicht reibungslos läuft, sondern den Blick in die Zukunft zu richten: Wie machen wir es besser? Also Lösungen zu finden, statt Schuldige zu suchen, und Konflikte als Anlass für (Weiter-)Entwicklung zu sehen. Mit Konstruktivität verbinden sich unterschiedliche Perspektiven aller Beteiligten und ein übergeordnetes Ziel kann entstehen. So trifft die Führungskraft die Entscheidungen, verringert jedoch Blind Spots und vereint verschiedene Interessen, ohne das Ziel aus den Augen zu verlieren und so das bestmögliche Ergebnis zu erreichen.

#4 Sich der Verantwortung bewusst sein

Fehler sind menschlich und können jedem passieren. Das ist normal und gehört bis zu einem gewissen Grad zur Entwicklung dazu. Wie soll man sich sonst verbessern? Eine gute Führungskraft ist sich dessen bewusst, steht zu Fehlern und trägt die Verantwortung für Fehlentscheidungen. Wirklich gute Vorgesetzte stellen sich im Ernstfall vor ihr Team und tragen die Konsequenzen. Es gilt der schöne Leitsatz: „Spread the fame and take the blame.“ Denn eine gute Führungskraft erkennt, dass sie weder besser noch schlechter als der Rest des eigenen Teams ist und man zusammen am meisten erreicht. Dazu gehört es, sich seiner Verantwortung den MitarbeiterInnen gegenüber bewusst zu sein und für sie einzustehen.

#5 Für Motivation sorgen

Motivation der MitarbeiterInnen ist ebenso ein Punkt, den eine gute Führungskraft abdeckt. Denn motivierte MitarbeiterInnen arbeiten effektiver. Um die Motivation aufrecht zu erhalten oder zu steigern, kann gutes Leadership einiges tun: Eine der einfachsten Möglichkeiten ist, Wertschätzung durch Anerkennung und Dank für erbrachte Leistungen auszudrücken. Anerkennung für Erfolge sollte möglichst gerecht auf alle MitarbeiterInnen verteilt werden. Aber auch Kritik gehört manchmal geäußert – im Gegensatz zu Lob, das auch in einer Runde von MitarbeiterInnen geteilt werden kann, sollte diese jedoch immer in Vier-Augen-Gesprächen und lösungsorientiert geäußert werden. So entsteht auch Vertrauen, was wiederum ebenfalls für höhere Motivation sorgt.

Alle diese Eigenschaften und Maßnahmen tragen dazu bei, sich als gute Führungskraft auszuzeichnen. Damit sind bereits wichtige Grundlagen für gutes Leadership abgedeckt, im zweiten Teil der Serie erfahren Sie noch fünf weitere wichtige Herangehensweisen.