Kommunikation mit Mundschutz im Büro

Top-Krisenkommunikation im Jahr 2020

8. Oktober 2020

Selbst die besten Führungskräfte brauchen in Krisenzeiten eine verlässliche Kommunikationsstrategie, an die sie sich halten können. Wenn von innen wie außen Verunsicherung einbricht, ist eine klare Linie in der Kommunikation mit den MitarbeiterInnen goldes Wert. Wir beleuchten hier die Grundregeln, mit denen die interne Kommunikation mit dem Team wie auch nach außen hin in der Krise gelingt. 

In unsicheren Zeiten wie der Corona-Krise 2020 ist die Kommunikation innerhalb und außerhalb des Unternehmens einer der wichtigsten Aspekte. Wer erfährt wann was, diese Fragen entscheiden oft über Mitarbeiterbindung, Kundenbindung und Stakeholder-Vertrauen. Darüber hinaus gibt es einen drängenden Zeitfaktor – “die ersten 24 Stunden zählen.” Bei einer Krise, die Veränderung und unmittelbares Handeln erzwingt, muss sofort auf eine Kommunikationsstrategie für die Krise zurückgegriffen werden. Ein paar Grundregeln erleichtern das Vorbereiten.

#1 Vorbereitung ist die halbe Miete

Es fordert heraus und scheint zu umfassend – aber wer sich alle mögliche Krisenszenarien durchdenkt, kann Maßnahmen vorbereiten. Je detaillierter Maßnahmenpläne sind, desto schneller reagiert man im Krisenfall. Dann heißt es die Situation zu analysieren, die Medien zu durchleuchten und Verantwortlichkeiten festzulegen. 

#2 Interne Kommunikation geht vor

Gerade in der Krise sind MitarbeiterInnen mit offenen Ohren beim Unternehmen und brauchen klare Botschaften – bevor es in die Außenwelt der Firma dringt. Je gefestigter und transparenter die Unternehmenskultur und damit die Kommunikation bereits ist, desto leichter fällt das gemeinsame Bewältigen der Krise. Informationen zuerst an das Team und dann nach außen tragen ist ein Muss – denn kein/e MitarbeiterIn will über Probleme zuerst in den Medien erfahren. 

#3 Krise ist Chefsache

Von der Vorbereitung von Maßnahmen bis zur Koordination von Verantwortlichkeiten – die Führungskraft ist zuständig. Dies trifft auch auf die Krisenkommunikation zu. Mit Unterstützung von einem Stab an Fachexperten aus verschiedenen Abteilungen – kommunikationstechnisch, rechtlich, seitens des Controllings – steht die Unternehmensspitze nun voran und zeigt Gesicht. 

#4 Ehrlich währt am längsten

Schwindeln, herumreden oder erst gar nicht zur Stellungnahme verfügbar sein – diese Reaktionen zahlen sich niemals aus. Krisenkommunikation ist genau das Gegenteil und kann nur so Glaubwürdigkeit schaffen. Ebenso kann es keinen Unterschied geben, was zu den MitarbeiterInnen und extern kommuniziert wird. Die Teammitglieder sind die wichtigsten Kommunikatoren und BotschafterInnen des Unternehmens. 

#5 Hat es funktioniert?

Das schnellste Feedback ob die Kommunikationsstrategie ankommt sind die digitalen Kanäle. In Social Media Kanälen mitlesen, Foren beobachten und lokalen online Medien folgen hilft, das Stimmungsbild mitzubekommen. Internes Feedback über digitale Tools einholen ist sowohl im regulären Betrieb wie auch in Krisenzeiten entscheidende Stütze. Und die MitarbeiterInnen wissen oft auch über die Kunden Bescheid und erfahren, was sie denken. Und schlussendlich sind die Geschäftszahlen ein Indikator, summieren sie doch alle Bemühungen zur Krisenbewältigung auf. 

QUELLEN

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