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Das neue Corona-Normal: Was Führungskräfte jetzt tun können

04. Mai 2020

Die Coronakrise hat eine völlig neue Arbeitsrealität geschaffen und fordert Unternehmen auf vielen Ebenen heraus. Was können Führungskräfte tun, um den Draht zu ihren MitarbeiterInnen nicht zu verlieren? Unser ForscherInnenteam hat dazu über 300 anonyme Kommentare qualitativ analysiert, die in vergangenen Webinaren in unserem Corona-Stimmungsbarometer abgegeben wurden. Wie die Stimmungslage unter den MitarbeiterInnen aussieht und welche konkreten Maßnahmen sich daraus ableiten lassen, verraten wir Ihnen in diesem Artikel.

#1 Krisenkommunikation: Klare Ansagen

Trotz des neuen Corona-Normals: MitarbeiterInnen wollen unmittelbar und laufend über die Situation des Unternehmens informiert werden und schätzen klare Ansagen – von eindeutigen Homeoffice- und Meeting-Regeln (Wann ist man wie erreichbar? Wer moderiert welches Meeting? Wer fasst zusammen und informiert andere?) über mittelfristige Prognosen zur wirtschaftliche Lage bis hin zu konkreten Strategien, wie das Unternehmen die Krisensituation adressieren wird.

Eine solche Krisenkommunikation sollte unbedingt etabliert und aufrechterhalten werden. Aus psychologischer Sicht schafft sie nämlich Sicherheit, die gerade in unsicheren Situationen eine wichtige Stütze für MitarbeiterInnen darstellt.

#2 Kommunikation bei der Arbeit: Regelmäßig und gemeinsam

Viele Unternehmen haben wegen der Coronakrise auf Homeoffice umgestellt und damit oft Neuland betreten. Arbeitsprozesse und die Kommunikation untereinander aufrechtzuerhalten, ist in so einem Setting teils herausfordernd. MitarbeiterInnen schätzen daher ‘virtuelle Rituale’: daily Kick-offs, Stand-ups oder Town Hall Calls helfen dabei, in die Gänge zu kommen und den Tagesablauf zu strukturieren. Vor allem die Gemeinschaftskomponente ist bei diesen ‘Events’ sehr wichtig. Gleichzeitig sollte aber auch Zeit und Gelegenheit für regelmäßige Einzelgespräche geboten werden. Auch hier bestätigt die Psychologie, dass Rituale dieser Art in unsicheren Zeiten Struktur bieten können. Außerdem kann so sozialer Isolation vorgebeugt werden.

Messenger-Dienste und Videotelefonie dienen in der Coronakrise unbestritten als zentrale soziale Knotenpunkte im Beruflichen und Privaten. Daher sollte man darauf achten, dass sich berufliche und private Kommunikation nicht zu sehr vermengen, um unnötigen digitalen Stress zu vermeiden. Stichwort: Netiquette!

#3 Weit weg, aber wirksam: Erfolge bemerken und anerkennen

Aus den Augen, aus dem Sinn: Gerade wenn viele MitarbeiterInnen von zuhause aus arbeiten und Führungskräfte mit Krisenmanagement beschäftigt sind, kann es passieren, dass Arbeit und Erfolge der ArbeitnehmerInnen übersehen werden. Daher ist es umso wichtiger, nicht nur eindeutige Zielvorgaben zu machen, sondern damit verbundene Erfolge auch ‘aus der Distanz’ hervorzuheben und anzuerkennen etwa in gemeinschaftlichen Meetings (siehe oben).

Aus psychologischer Sicht erhalten MitarbeiterInnen durch Zielvorgaben und  Feedback Kontrolle über ihr Tun und erfahren Wirksamkeit/Handlungskompetenz, gleichzeitig entsteht Raum für Erfolgserlebnisse. In ungewissen Situationen schafft dies wichtige positive Erlebnisse.

Zusammenschau: Den Draht zu den MitarbeiterInnen nicht verlieren

Insgesamt sollten Unternehmen darauf achten, den Draht zu ihren MitarbeiterInnen trotz dieser schwierigen Zeit und unter veränderten Kommunikationsbedingungen nicht zu verlieren. Kommunikation schafft Sicherheit, Struktur und Feedback, die für MitarbeiterInnen gerade jetzt von hoher Bedeutung sind. Durch entsprechend ausgerichtete Kommunikation können Unternehmen auch in schwierigen Zeiten das Wohlbefinden und die Motivation ihrer MitarbeiterInnen hoch halten.

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