Mitarbeiter-Engagement steigern

MITARBEITER-ENGAGEMENT STÄRKEN: 5 SCHRITTE MIT GROßEM IMPACT

12. Dezember 2019

KollegInnen und Führungskräfte wünschen sich engagierte MitarbeiterInnen. Denn durch sie bekommt das Arbeiten stärkere Dynamik, macht mehr Spaß und fällt als Team um einiges leichter. Engagement im Job wirkt aber in viele Richtungen positiv. Mit höherer Leistung, weniger Krankenständen, geringerer Fluktuation und aktivem Beitrag zum Image sind engagierte MitarbeiterInnen goldes Wert und steigern den Umsatz. Wie man das Mitarbeiter-Engagement schrittweise nachhaltig steigern kann, verraten wir Ihnen in diesem Artikel.

Das Engagement der MitarbeiterInnen verstehen

Unter Mitarbeiter-Engagement wird nicht immer dasselbe verstanden. Die Wissenschaft definiert es als den geistigen und emotionalen Zustand eines Mitarbeiters bzw. einer Mitarbeiterin, der das Verhalten hinsichtlich der Unternehmensergebnisse beeinflusst. Mitarbeiter-Engagement ist also die emotionale Verbundenheit von MitarbeiterInnen mit den Zielen und Werten ihrer Organisation. Sie spiegelt sich in der Anstrengung und Zufriedenheit eines jeden Mitarbeiters und einer jeden Mitarbeiterin wider. 

Um einen positiven Einfluss auf diese innere Haltung zu erreichen und das Engagement zu stärken, kann man einige Schritte beachten. Die folgenden fünf Methoden werden am besten kombiniert, um die stärkste Wirkung zu erzielen und damit die beste Situation für MitarbeiterInnen und Unternehmen zu schaffen.

#1 Transparente Entscheidungen

Wie Führungskräfte mit Zielfindung, Entscheidungen und Planungen umgehen, ist einer der wesentlichsten Faktoren für die innere Zustimmung der MitarbeiterInnen zu Aktivitäten und Aufgaben. Wenn sich ein/e MitarbeiterIn in die Entscheidungsprozesse mit eingebunden fühlt und Meinungen ausgetauscht und als wertvoll erachtet werden, steigert das die Akzeptanz. Man fühlt sich nicht als Rädchen in der großen Maschine, sondern hält die Bedeutung der eigenen Leistung hoch. 

Wird hingegen hinter verschlossenen Türen entschieden und Macht ausgeübt, hat der/die Einzelne wenig Chance, sich als Teil eines Teams mit einem gemeinsamen Ziel zu fühlen. Erst wenn die MitarbeiterInnen aktiv in Entscheidungsprozesse und Zielfindungen eingebunden und diese transparent diskutiert werden, entsteht die Motivation, auch dazu beizutragen. 

#2 Zielfindung im Duo

Wer ein Ziel vor Augen hat, weiß wo er hinwill. Studien zeigen, dass alleine das Definieren von Zielen – ohne zusätzlichen finanziellen Anreiz – die Mitarbeiterleistung um bis zu 15 Prozent steigern kann. Zusammen mit den MitarbeiterInnen entsprechende Ziele zu finden und zu setzen, hilft also nicht nur, den Überblick über die Fähigkeiten im Team und die Gesamtentwicklung zu behalten, es wirkt auch sehr motivierend. 

Gemeinsam zu besprechen, welche Ziele umsetzbar sind und wie sie gemessen werden können, kann ein starker Boost für das Mitarbeiter-Engagement sein. Dieser funktioniert dann langanhaltend, wenn auch regelmäßig die Fortschritte hin zum Ziel im Gespräch bleiben. Gerade langfristige Ziele, die einen größeren zeitlichen Rahmen einnehmen, bedürfen eines regelmäßigen Blicks auf den Fortschritt, damit die MitarbeiterInnen auch selbst mit ihren Leistungen zufrieden sein können. 

Ein Methode, um diese partizipative Zielsetzung und regelmäßiges Feedback schnell anzuwenden, bieten Objectives and Key Results (OKR).

#3 Liebes Team, ihr seid mir wichtig!

Der Einfluss des Teams auf das Mitarbeiter-Engagement ist ebenfalls ein wesentlicher Faktor. Das Zwischenmenschliche und die Loyalität, die man zu seinen KollegInnen aufbaut und pflegt, wirken auf emotionaler Ebene auf die Verbindung zur Arbeit und zum Unternehmen. 

Klassische Teambuilding-Aktivitäten geben den MitarbeiterInnen nicht nur die Chance, sich besser kennen zu lernen und sich als Gruppe zu fühlen, sondern schaffen auch ein Zeichen an sich. Dass nämlich Teamarbeit und Teamgefühl für das Unternehmen wichtig sind und unterstrichen werden. Ob durch Ausflüge oder Veranstaltungen, gerade MitarbeiterInnen, die sich etwas abgeschottet fühlen, können durch gestärkte Beziehungen zum Team nahezu beflügelt und weitaus produktiver werden.

#4 Direkter Draht im Einzelgespräch

Wer Engagement zeigt, bekommt auch Engagement zurück. Dies trifft auch auf Führungskräfte zu, wenn sie sich die Zeit für regelmäßige Einzelgespräche mit ihren Teammitgliedern nehmen. Unternehmens- und Kommunikationskultur entsteht nämlich nicht durch Slogans auf der Website, sondern wird im direkten Gespräch vermittelt und spürbar gemacht. 

Wir empfehlen, den MitarbeiterInnen im direkten Gespräch die Frage zu stellen: “Fühlen Sie sich engagiert?” Die Antwortmuster ermöglichen es, Probleme wie Überforderung oder Ressourcenknappheit in Abteilungen zu erkennen. Wichtig ist dabei, das Gespräch weitgehend vom Mitarbeiter bzw. von der Mitarbeiterin leiten zu lassen, um für Probleme und Sorgen ein offenes Ohr zu zeigen. Ein wesentlicher Faktor ist auch die Regelmäßigkeit dieser Einzelgespräche, um die Entwicklung von Engagement nachvollziehen und Probleme verfolgen zu können. Und damit die MitarbeiterInnen die Scheu davor verlieren, ehrlich zu antworten: Die Frage nach Feedback zu einer Aufgabe kann manchmal mehr Aufschluss über die Situation eines Teammitglieds geben als ein direktes Fragen nach der Befindlichkeit. 

Unter ExpertInnen ist man sich übrigens einig: Wer gefühlt zu wenig Zeit für wöchentliche Einzelgespräche hat, hat zu viele MitarbeiterInnen in seinem Team, um sie effizient leiten zu können.

#5 Feedback finden

Das Einzelgespräch ist wichtig einen Schritt weiter geht aber anonymes Feedback, mit dem sich noch ehrlichere Einsichten gewinnen lassen. 

Drei wichtige Regeln sollte man für effizientes Feedback beachten:

  • Häufiges Einholen von Rückmeldungen ermöglicht es, aufkommende Probleme rechtzeitig zu erkennen und dynamisch darauf zu reagieren. Feedback funktioniert am besten frisch.
  • Simpel und kurz ist die Formel für hohe Beteiligungsquoten und wach bleibendes Interesse seitens der MitarbeiterInnen bei Umfragen. 
  • Den Ergebnissen müssen außerdem konkrete Taten folgen. Was selbstverständlich klingt, kann manchmal durchaus untergehen.

Mit agilen Mitarbeiterfeedback-Tools wie TeamEcho kann Feedback anonym und sicher eingeholt werden. Dies sorgt für das erforderliche Wohlbefinden und die Sicherheit bei den MitarbeiterInnen, um echte Einblicke in Gedanken und Situationen zu geben. 

Quelle

https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S2212827115001626