Büro Wiesner-Hager

Interview: TeamEcho bei Wiesner-Hager

25. September 2018

Ing. Karlheinz Preiml ist als Vertriebsleiter des Büromöbel-Spezialisten Wiesner-Hager am Standort Österreich für den Zusammenhalt von 35 geografisch verstreuten MitarbeiterInnen im Außen- und Innendienst verantwortlich. Mit uns sprach er über das Führen über Distanz, die Voraussetzungen für eine positive Motivationsspirale und die Bedeutung von Arbeitgeberattraktivität.

1. Herr Ing. Preiml, Sie sind Vertriebsleiter von Wiesner-Hager Möbel Österreich. Wie wichtig sind zufriedene MitarbeiterInnen und ein gutes Betriebsklima für Sie?

Mitarbeiterzufriedenheit ist für mich ein essenzielles Thema. Ein gutes Betriebsklima ist die Basis dafür, sich voll auf den Kunden konzentrieren zu können, und somit unabdingbare Grundvoraussetzung für unternehmerischen Erfolg. Unser Job ist nämlich die Arbeit mit und für den Kunden. Nur wenn intern alles reibungslos läuft, kann man sich auf das eigentliche Ziel – zufriedene Kunden – konzentrieren.

2. Wie kann die Unternehmenskultur bei Wiesner-Hager beschrieben werden?

Wir haben das Glück, bereits seit einigen Generationen ein Familienunternehmen zu sein – und als solches leben wir Werte, die jenen im Familienverband ähnlich sind. Vertrauen ist dabei die Währung der Zukunft. Gerade in Zeiten der digitalen Transformation sind Menschen mit Handschlagqualität unser oberstes Gut, das wir natürlich pflegen müssen. Die Menschen bei Wiesner-Hager arbeiten selbstbestimmt und eigenverantwortlich. Deshalb haben wir auch keine Angestellten im klassischen Sinne, sondern Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mitreden und mitentscheiden dürfen. Für Wiesner-Hager bezeichnend ist außerdem eine produktive Fehlerkultur: Wir dürfen Fehler machen, wir sollen sie nur dazu verwenden, aus ihnen zu lernen. Schließlich sind auch Kritikfähigkeit und ehrliche Kommunikation zentrale Werte.

3. Wenn es drei Erfolgsfaktoren für hohe Mitarbeiterzufriedenheit gäbe, welche wären das?

Allem voran ist es wichtig, einen Sinn in seiner Tätigkeit zu erkennen, sich also die Frage nach dem Wozu beantworten zu können. Jeder soll wissen, was er macht, warum er gerade diese Arbeit verrichtet und welchen Beitrag er im Gesamtkontext leistet. Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Handlungsfreiraum zu gewähren, sehe ich als zweiten Erfolgsfaktor. Dabei darf das Recht auf Mitbestimmung und Mitgestaltung nicht zur leeren Floskel verkommen: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen auch wirklich spüren, dass sie mitreden dürfen. Und schließlich sind aufrichtige Wertschätzung und Anerkennung der Menschen und ihrer Erfolge eine wesentliche Voraussetzung für eine positive Motivationsspirale.

„Gerade für uns als Traditionsunternehmen geht es darum, mit Menschen zu arbeiten, die nicht die Asche bewahren, sondern das Feuer weitergeben. Dabei unterstützt uns TeamEcho.“

Ing. Karlheinz Preiml, Wiesner-Hager Möbel GmbH

4. Worin sehen Sie bei Industrieunternehmen Herausforderungen, was Mitarbeiterzufriedenheit und Betriebsklima betrifft?

Gerade die Industrie ist ja eine Bandbreite, die sehr weitläufig ist. Wir haben Produktionsmitarbeiter, wir haben Führungskräfte, wir haben Vertriebsmitarbeiter – sie alle erfüllen gänzlich unterschiedliche Aufgaben. Ich glaube, man muss den Spagat finden, auf Augenhöhe zu führen, aber trotzdem individuell die jeweiligen Bereiche richtig zu steuern. Einer Betriebsfeuerwehr muss jemand vorstehen, der sagt, was zu tun ist, wenn es brennt. Aber der Vertriebsmitarbeiter im Außendienst darf am Ende des Tages selbst bestimmen, was er morgen als Erstes tut und welchen Kunden er besucht. In dieser Bandbreite zu leben, das ist die eigentliche Herausforderung eines Industriebetriebes.

5. Was sind die Herausforderungen im Vertrieb?

Die größte Herausforderung im Vertrieb ist sicherlich das Führen über Distanz. Wiesner-Hager hat Standorte über ganz Österreich verteilt, von Innsbruck bis Wien. Ich sehe Mitarbeiter teilweise monatelang nicht. Und da geht es ganz einfach darum, Mittel zu finden, wie man miteinander kommunizieren und die Distanz überwinden kann. Wie bin ich da und trotzdem nicht da? Wann bin ich zur richtigen Zeit am richtigen Ort? Das sind die zentralen Fragen in einer Vertriebsstruktur. Gegenseitiges Vertrauen ist dabei ein wesentlicher Punkt.

6. Was wurde vor dem Einsatz vor TeamEcho bereits für Mitarbeiterzufriedenheit und Betriebsklima getan? Warum war das nicht ausreichend?

Vor TeamEcho war es mitunter üblich, den Kontakt mit jedem Mitarbeiter einmal im Jahr in einem Mitarbeitergespräch zu suchen. Das beansprucht ganz schön viel Zeit, wenn man 35 Gespräche im Jahr führt. Zwar hat dieses Tool nach wie vor seine Berechtigung und seinen fixen Platz bei uns, aber um wirklich etwas zu erfahren, ist es ganz einfach zu wenig, nur einmal im Jahr mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu sprechen. Auch die Anonymität ist natürlich nicht gewährleistet und es ist nicht immer klar, ob wirklich alles zutage kommt. Insgesamt ist der Prozess der Mitarbeitergespräche einfach sehr träge: Von dem Moment, in dem der Mitarbeiter etwas – mehr oder weniger verhalten – andeutet, bis zu dem Moment, in dem man aus Anregungen konkrete Maßnahmen ableiten und umsetzen kann, braucht es eine gewisse Zeit.

7. Wie hat sich die Einführung von TeamEcho gestaltet?

Wir haben TeamEcho in einer Testphase zuerst in einem kleinen Team innerhalb der österreichischen Vertriebsstruktur, konkret im Team Wien, ausprobiert. Es hat sich schnell gezeigt, dass das Tool gern angenommen wird. Wir haben dann ein bisschen an den Befragungsintervallen gebastelt und einen Rhythmus von derzeit einem Monat festgelegt. Seitdem läuft TeamEcho österreichweit im Vertrieb. Es ist ein ganz tolles Tool, um sich einmal ein paar Minuten Zeit zu nehmen und in sich hineinzuhören: Wie geht es mir eigentlich in meinem Job? Gibt es etwas, das ich verändern oder mitteilen möchte? Nur Rückmeldungen einzuholen, ohne entsprechende Handlungen folgen zu lassen, ist allerdings zu wenig. Wenn es Feedback gibt, dann muss man darauf reagieren – und das möglichst zeitnah. Das ist ein Gesetz.

Büroraum Wiesner-Hager

8. Sie arbeiten seit Mai 2016 mit TeamEcho. Wie unterstützt Sie das Tool in Ihrer Arbeit?

TeamEcho ist sozusagen meine Cloud-Assistentin, die mir die Stimmung meiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter jederzeit mitgibt. Es ist für mich – Stichwort „Führen über Distanz“ – ein ganz wichtiges Medium, um zu schauen, wie es meinen Kolleginnen und Kollegen draußen gerade geht. Mit TeamEcho kann ich punktgenau erkennen, wo es To-dos gibt und wo man gewisse Dinge verändern sollte. Mittlerweile verwende ich das Tool auch dazu, die Zufriedenheit mit den anderen Bereichen und den internen Dienstleistungen abzufragen. So habe ich im Gespräch mit der Geschäftsführung oder den Kollegen in den Verantwortungsbereichen einen Hard Fact in der Hand, nämlich die ausdrückliche und ehrliche, weil anonym abgegebene Meinung des Vertriebs.

9. Gibt es bereits konkrete Erfolge, die Sie durch den Einsatz erzielt haben?

Gerade in den Schauräumen und Büros, in denen jeweils bis zu zwölf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten, haben wir einige Verbesserungen umgesetzt. Die Themen Lärm und gegenseitige Störung wurden ganz aktiv behandelt, sei es durch akustische Maßnahmen in räumlicher Strukturierung oder verhaltenstechnische Regelwerke. Beispielsweise haben wir Rückzugsbereiche für Besprechungen geschaffen und auch Telefonzellen installiert, in denen man wirklich laute Telefonate führen kann, ohne andere dadurch zu stören. Und eine ganz schöne Geschichte war auch die Reformierung der Arbeitszeiten. Als Industriebetrieb haben wir ein sehr dominierendes Arbeitszeitmodell. Das Arbeitszeitmodell war gut, aber eben verbesserungswürdig. Und diese Verbesserungen wurden in Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat und der Geschäftsleitung nicht zuletzt dadurch geschaffen, weil die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in TeamEcho klare Aussagen getroffen haben. Das war eine ganz tolle Unterstützung.

10. Wo sehen Sie den Nutzen insbesondere für Industrieunternehmen bzw. im Vertrieb?

TeamEcho unterstützt mich beim Führen einer doch sehr großen Mannschaft über Distanz. Darin liegt der große Nutzen. Außerdem machen die Quantität, die Qualität und die Anonymität der Daten TeamEcho zu einem sehr wirksamen Instrument, gerade bei uns im Vertrieb.

11. Worauf haben Sie bei der Auswahl des Tools Wert gelegt?

TeamEcho ist mir im richtigen Moment ganz einfach begegnet. Die Cloud-Lösung über das Internet ist das Beste, was einem passieren kann. Ich habe TeamEcho auf meinem Handy, am Tablet, am Notebook, in Graz, in Linz – überall. Service und Support ist auch ein wesentlicher Faktor. Hinter TeamEcho steht keine anonyme Masse, sondern Menschen, Mitarbeiter, die man anrufen und mit denen man seine täglichen oder monatlichen Fragen besprechen und auch Wünsche deponieren kann. Der persönliche Ansprechpartner ist sicherlich ein großer Vorteil.

12. Wie sehen Ihre Ziele für den Vertrieb von Wiesner-Hager aus? Wie kann Sie TeamEcho dabei unterstützen?

Neben Zielen wie Wachstum und Ertragsoptimierung, die man als Unternehmer oder Vertriebsstruktur definiert, darf ein ganz wesentlicher Faktor nicht vergessen werden: der Mitarbeiter. Wiesner-Hager hat – gerade in seinem Ruf als traditionsreiches und sehr sicheres Unternehmen – natürlich das Ziel, die Stabilität im Personalstamm zu behalten. In Zukunft brauchen wir vermehrt junge Mitarbeiter, die wir zunächst finden und auch langfristig im Unternehmen halten müssen. Das bedeutet, ein am Puls der Zeit liegender Arbeitgeber bleiben und etwas in der Dienstgeberattraktivität bieten zu müssen. Im Wesentlichen geht es gerade für uns als Traditionsunternehmen darum, mit Menschen zu arbeiten, die nicht die Asche bewahren, sondern das Feuer weitergeben. Dabei unterstützt uns TeamEcho.

Name: Ing. Karlheinz Preiml

Position: Vertriebsleiter Österreich, Wiesner-Hager Möbel GmbH

TeamEcho-User seit: Mai 2016

Als Spezialist für Büromöbel, Office Consulting und Innenarchitektur entwickelt Wiesner-Hager innovative Lösungen für das Neue Arbeiten in Büros. Mit einer Exportquote von ca. 56 % und 42 Millionen Euro Umsatz im Wirtschaftsjahr 2017/2018 zählt das Unternehmen zu den europaweit renommiertesten in der Branche. Zentraler Erfolgsfaktor ist für das Familienunternehmen dabei eine Kultur, die durch gegenseitiges Vertrauen, Wertschätzung und Eigenverantwortung geprägt ist.

www.wiesner-hager.com

Zur Case Study mit Wiesner-Hager geht’s hier.