Anna Wolfmayr

Der ‚Flurfunk‘ liefert oft eine vage
Andeutung – TeamEcho zeigt, was wirklich Sache ist.

Anna Wolfmayr
Personalmanagerin
tech2b Inkubator GmbH

Anna Wolfmayr ist Personalmanagerin bei tech2b und verantwortlich für das HR-Management und die Organisationsentwicklung. Mit uns spricht sie über die Bedeutung eines guten Betriebsklimas, die Erfolgsfaktoren für eine hohe Mitarbeiterzufriedenheit und wie People-Analytics die Ableitung zielgenauer Maßnahmen unterstützen können.

1. Frau Wolfmayr, Sie sind Personalmanagerin von tech2b. Wie wichtig sind zufriedene MitarbeiterInnen und ein gutes Betriebsklima für Sie?
Die Bedeutung eines guten Betriebsklimas lässt sich auf eine einfache Formel bringen: Wer in der Arbeit zufrieden ist, sich mit seinen Aufgaben identifiziert und sich wertgeschätzt fühlt, arbeitet gerne und engagiert. Berufliches Engagement führt zum Wir-Gefühl, zur Identifikation mit den Unternehmenszielen und zu verstärkter Kundenorientierung – eine wichtige Voraussetzung, um Kunden zu begeistern. Zufriedene Kunden bzw. in unserem Fall GründerInnen machen unseren Erfolg aus. Dass Mitarbeiter- und Kundenzufriedenheit also Hand in Hand gehen, ist keine ‚rocket science‘. Die größere Herausforderung ist es, positive Stimmung im Unternehmen dauerhaft zu erhalten und dafür optimale Rahmenbedingungen zu schaffen. Nur so kann sich Zufriedenheit entfalten.

2. Wie kann die Unternehmenskultur bei tech2b beschrieben werden?
Eine gute ‚Hand-in-Hand-Arbeit‘ schaffen wir nur mit ausgeprägtem Teamgeist. Respektvollen Umgang, Offenheit, Flexibilität und das Streben nach gemeinsamer Bestleistung fördern wir gezielt. Bei uns müssen nicht alle einer Meinung sein, aber alle Meinungen müssen respektiert werden. Wir vereinbaren Umgangsregeln, denn nur mit einer soliden Beziehungsbasis kann man sich Problemen und deren Lösungen widmen. Gemeinsame Zielsetzung sowie Zielverfolgung sind unsere wichtigsten Fähigkeiten. Wir schaffen es, aus dem Nebeneinander interdisziplinärer Kompetenzen und Funktionen ein geregeltes Miteinander zu gestalten. Dafür kommunizieren wir intensiv – oft auch einfach nur bei der Kaffeemaschine, wenn es schnell gehen soll.

3. Wenn es drei Erfolgsfaktoren für hohe Mitarbeiterzufriedenheit gäbe, welche wären das?
Teamarbeit, Partizipation und ein belastbares Wir-Gefühl, also eine ganz pragmatische Kollegialität, ist notwendig. Neben dem Wir- benötigt jedes Teammitglied aber auch ein gutes Ich-Gefühl. Berufliche Entfaltungsmöglichkeit und ehrliche Anerkennung sind Hauptmotivatoren, die wir stets im Blick haben. Unsere Geschäftsführung ist darauf bedacht, genug Handlungsspielraum zu gewähren, der es allen ermöglicht, ihre individuellen Fähigkeiten einzubringen. Wir begeistern MitarbeiterInnen mit Flexibilität in Bezug auf Ort, Zeit und Organisation ihrer Arbeit. Zudem können wir mit gezielten Lernangeboten, kreativen und innovativen Arbeitsinhalten sowie Perspektiven im Unternehmen bei unserem jungen, gut ausgebildeten Team punkten.

4. Sie arbeiten seit Juli 2015 mit TeamEcho. Wie unterstützt Sie das Tool in Ihrer Arbeit?
Zu Beginn war es zugegebenermaßen etwas irritierend, erstmals Mitarbeiterzufriedenheit in Form einer Prozentzahl zu sehen – was nun? Mit der Zeit hat sich der Umgang mit den TeamEcho-Ergebnissen gut eingespielt. Bei negativer Veränderung ist sofort ersichtlich, wo der Schuh drückt. Zusätzlich unterstützt die Kommentarfunktion dabei, Probleme einfacher und unmittelbar beim Entstehen anzusprechen. TeamEcho erinnert immer wieder daran, auch bei routinemäßiger Alltagskommunikation nicht auf die Menschen und deren Bedürfnisse zu vergessen. Bis heute sind die MitarbeiterInnen motiviert, wöchentlich Feedback zu geben. Natürlich muss ich aber auch aktiv bleiben und die wertvollen Beiträge für meine HR-Arbeit nutzen.

5. Gibt es ganz konkrete Erfolge, oder messbare Verbesserungen, die Sie durch den Einsatz erzielt haben?
Der ‚Flurfunk‘ liefert oft eine vage Andeutung, dass etwas nicht passt. TeamEcho schwächt den Stressor Unwissenheit ab und expliziert das Problem sehr stichhaltig – sei es durch einen merklichen Zufriedenheitsabfall in einer bestimmten Dimension oder durch entsprechende Kommentare. Unseren MitarbeiterInnen ist bewusst, dass TeamEcho ein Mobilisator ist, weil die Ergebnisse die Aufmerksamkeit von Geschäftsführung und HR haben. Ohne TeamEcho wird ein Teammitglied bei Äußerung von Unzufriedenheit schnell als Querulant abgestempelt. Durch die Anonymität des Tools wird der Blick von der Person auf die Sache gelenkt und verliert damit an Emotionalität. Das schafft eine andere Ausgangsposition für Handlungen. Ich sehe dem weiteren Einsatz von TeamEcho mit Spannung entgegen – vor allem, ob sich die kürzlich gesetzten Maßnahmen in einem Anstieg der Mitarbeiterzufriedenheit niederschlagen.

6. Worauf haben Sie bei der Auswahl der Software Wert gelegt?
TeamEcho ist ein betreutes Gründungsvorhaben von tech2b, weshalb es klar war, dass wir das Tool zumindest testen.  Schnell aber hat sich gezeigt, dass TeamEcho ein sehr wertvolles Werkzeug ist und auch heute noch, nach weit über einem Jahr, genauso aktiv wie am Anfang genutzt wird. Wir haben, wie viele andere Kunden auch, TeamEcho in der Produktentwicklung unterstützt und laufend Limitationen oder Optimierungspotenziale aufgezeigt, weshalb das Werkzeug in meinen Augen bereits sehr ausgereift ist. Ich glaube an dieses Produkt und sehe meine Aufgabe darin, weiterhin meine Erfahrungen aktiv mit den Entwicklern zu teilen und gleichzeitig das Tool zur Verbesserung der Mitarbeiterzufriedenheit zu nutzen. Im Recruiting unterstreicht der Einsatz von TeamEcho, dass wir bei tech2b unsere MitarbeiterInnen sehr ernst nehmen.

7. Wo sehen Sie Trends in den Bereichen Unternehmenskultur und People-Analytics bei nicht gewinnorientierten Organisationen?
Paradigmen in der Arbeitswelt brechen auf. Für Arbeitskräfte von heute ist es bereits Grundvoraussetzung, dass eine Firma für sie interessant ist und sie sich dort wohlfühlen. Vermehrt fragen sich potenzielle MitarbeiterInnen, welche Firma auf ihrem persönlichen Lernweg im Moment sinnvoll ist. Jede Firma steht vor der Herausforderung, bei steigender Wechselbereitschaft einen optimalen Matching-Prozess sicherzustellen. People-Analytics im Recruiting, in der Mitarbeiterbindungsstrategie und im Employer-Branding unterstützen diesen Prozess natürlich sehr. Daten helfen dabei, sich ein Gefühl bestätigen zu lassen und so auch kostbare Ressourcen zu sparen.
Wenn ein Tool wie TeamEcho dabei helfen kann, Kündigungen wertvoller MitarbeiterInnen und damit Rekrutierungskosten zu vermeiden, freut sich jedes Unternehmen.

8. Wie schauen Ihre Ziele in der Personalarbeit für tech2b aus und wie kann Sie TeamEcho dabei unterstützen?
Ich bin davon überzeugt, dass der Erfolg und die Effektivität unseres Teams von der Fähigkeit, Problemlösungsprozesse zu gestalten, sowie der Zusammenarbeit untereinander abhängen. In der sozialen Gestaltung der Teamentwicklung wird also die Sicherstellung der Mitarbeiterzufriedenheit ein wichtiger Faktor sein. TeamEcho wird mich weiterhin in der Analysearbeit und in der Ableitung zielgenauer Maßnahmen unterstützen.

Name: Anna Wolfmayr
Position: Personalmanagerin
TeamEcho-Userin seit: Juni 2015

Die tech2b Inkubator GmbH ist ein oberösterreichischer High-Tech-Inkubator der öffentlichen Hand, der die Entwicklung von innovativen technologieorientierten und wissensintensiven Gründungsvorhaben unterstützt, begleitet und beschleunigt.

www.tech2b.at